Es ist sehr eigenartig, ich habe heute meine Sympathie für die Toten Hosen entdeckt und der Eingängigkeit ihrer Texte.
Jetzt sitze ich hier, oder gehe da und singe stumm und mit Inbrunst „alles nur, weil ich die liebe“ in mich hinein. Wie kommt das? Wie kann ich jetzt plötzlich ohne wirklich erkennbaren Grund eine Band gut finden die ich vorher eigentlich eher mit Belanglosigkeit gestraft habe und bestenfalls zwei Lieder irgendwann mal auf Kassette mein eigen nennen konnte, herauskopiert aus einer Radiosendung über Punk.
Und nicht nur gut, verdammt Gut!
Ich Recherchiere die Bandgeschichte im Internet, höre alte Demos und lese alte Beiträge. "leg deinen Kopf an meine Schulter" singe ich jetzt und das singen in mir wird immer lauter, schon fast hörbar, ja ich flüstere die Textfetzen in die Außenwelt.
Es ist schon kurios mit der Musik, also Musik im allgemeinen, sie kann einen auch nach Jahren einfach so einfangen und berauschen, auch wenn man die Lieder ja eigentlich schon lange kennt und plötzlich möchte man alles hören.
Schon überlege ich, ob mir Blondgefärbte Haare wohl stehen würden. Ich bin mitten drinnen. Der Punk hat mich wieder. Ich bin wieder 14 Jahre alt, als ich mit offenen Schuhen durch die Büroflure..... ja fast schon springe mit der Musik so laut in meinem Kopf, dass es eigentlich jeder hören müsste.
„Hey - heute ist unser Tag - alles auf Liebesspieler“
Ich erinnere mich wie ich in zerschlissenen Jeans durch den CVJM zu den Sex Pistols gesprungen , dabei über eine riesige aufgeblasene Weltkugel gekullert und zurück auf den Boden gekracht bin. Das alles zu „Holidays in the Sun“ und mit Harren wie Stroh. Es hätte nicht besser sein können.
Noch auf dem Klo singe ich Hey! Hier kommt Alex, dabei baue ich bei jeder 2ten Wiederholung ein Echo ein und es geht „Hey Hey Hey - hier kommt Alex“.
Selbst unterm Schreibtisch zucken meine Beine immer weiter zur Musik.
Der Anlass verlangt es, dass es am heutigen Tage gleich 2 Post’s zu erlesen gibt.
Liebe Leser, wir müssen einen Moment in Ruhe reden... öffnen Sie die Hose, nehmen Sie etwas Papier und setzen Sie sich schon mal. Und die Tür schließen, bitte.
Es ist Welttoilettentag und das kann nicht länger ignoriert bleiben.
Leider ist der Welttoilettentag eher ein ungeachteter Tag in der reihe vielerlei Welttage von Irgendwas, ich denke da an den Tag des Butterbrotes, der ebenfalls erst kürzlich völlig missachtet von den Augen der Weltöffentlichkeit begangen wurde, oder eher übergangen. Doch scheint der Welttoilettentag durchaus sinnvoll und ist womöglich ausbaufähig als solider Feiertag wie der 1. Mai oder der 3. Oktober. Ein Tag also an dem man sich besinnt und zurückblickt und zuschaut wie sich graue Politiker in ganztägigen Fernsehbeiträgen an Ihr erstes mal auf dem Töpfchen entsinnen.
Wie Sie also das Töpfchen zum ersten mal entdeckten und erlebt haben, ohne Furcht, sich freigemacht haben von Windel und Puder.
Überhaupt kann es nicht Schaden, gerade im Bezug auf die nächste Kanzlerschaft mehr über das Toilettenverhalten der Politiker im allgemeinen zu erfahren. Wer wäscht sich nicht die Hände, oder wer isst womöglich noch ein Butterbrot während der Sitzung. Außerdem wäre es ein Riesen Spaß.
Ich stelle mir schon vor wie Klaus Kleber eine Sondersendung moderiert und live in die Toilettenräume des Bundestages schalten lässt und wir sehen wo große Politik wirklich gemacht wird. Wie die konservative rechte beharrlich nach der sparrsamen Benutzung des Toilettenpapieres pocht, wären die junge linke im über die Trennwände hinweg Klopapierrollenflugstunden Veranstaltet mit marxistischen Parolen, während der Finanzminister greint.
Hach, wie würde Politik dann Spaß machen.
Der Welttoilettentag wurde erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen und wird seither von den vereinten Nationen unterstützt. Welttoilettenorganisation, wenn das nix ist. Da ist doch eindeutig noch Luft nach oben, dass wird mal ein ganz großer Feiertag , das habe ich im Urin, das sage ich ihnen. Mit ein bisschen Glück könnte man sogar noch Ostern überflügeln oder vielleicht weihnachten. Ein Haufen Geschenke.
Natürlich weiß ich, dass der Hintergrund des Toilettentages ein durchaus erster ist, so lese ich, haben Millionen von Menschen der Welt keine Toilette, nicht ml einen Zugang zu einer Toilette. haben nie eine gesehen, nicht wissen was das überhaupt ist. keine Toilette, Nie! Stellen Sie sich das mal vor, und dann vagen Sie noch mal zu maulen, wenn bei Ihnen für zwei Stunden die Sanitärfirma da ist und alles abstellt.
Warum haben wir also eine derart peinlich berührte Haltung zum Klo die bestenfalls öffentlich zum Spaß taugt? Da sieht man Menschen unruhig wie Drogenschmuggler an der Superparkkasse stehen und eiligst das Toilettenpapier im Mantel verschwinden lassend oder der Tragetasche. Oder Menschen die mit der Packung hinter ihrem rücken verstollen durch dunkle Gassen huschen. In Asien sieht man das Klo als solches und die Verrichtung eher als Altagsgeschäft, der Toilettentechnikwahn in Japan sind da noch die harmlosesten Auswüchse. im Taiwan gibt es gar ein Toiletteneisrestaurant, welches die Gäste mit Hundehäufchen in Urinalen empfangt. Es werden Ausstellungen mit Designertoiletten veranstaltet, bei denen es sogar vergoldete Toiletten gibt. Es gibt kaum einen Hersteller, der nicht mindestens einen Stardesigner beschäftigt.
Das erste WC mit Spülung gab es übrigens wahrscheinlich bereits bei den alten Chinesen vor mehr als 2000 Jahren. Bis in die 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts stand die Funktion der Aborte im Fokus.
Ich möchte sie bitten jetzt zum Ende zukommen, zu spühlen und wenn nötig die Bürste zu benutzen. Händewaschen nicht vergessen. Gern können Sie auch kurz Ihre Gefühle beschreiben.
Diese Text ist zwar nicht auf der Toilette entstanden, darf aber gern dort gelesen werden. Zum Abwischen ist er auch ok. Einen fröhlichen Toilettentag allerseits!
Irgendwo lese ich den Straßennamen Berliner Strraße. und frage mich spontan, wo diese Straße wohl liegt, wo sie genau verläuft oder zumindest in welcher Gegend. Es ist ja wirklich traurig, da lebe ich jetzt schon so lange in dieser Stadt aber habe keine Ahnung wie ihre Straßen heißen oder wo sie auch nur vage verlaufen und schlimmer noch, wohin.
Als Entschuldigung kann man vielleicht anführen, dass ich oft viel zu weit oben über den dingen schwebe und auf alles herab blicke, von einer Höhe also, von wo aus man die Schilder nur eingeschränkt oder gar nicht lesen kann. Nicht einmal Ich!
Geht es nur mir so, oder sind noch andere Menschen auch so ahnungslos, was ihre Umgebung betrifft?
Auch wundert es mich, dass ich die Clara-Zetkin-Straße in Kleinmachnow kenne, aber nicht oben genannte.
Auch hat es nicht immer etwas mit der vollkommenen Unkenntnis der Straße oder der Ortsfindung an sich zu tun, nur bei der Benennung hapert es.
Kenne ich also besagte Straße schon längst, schreite ich sie womöglichsogar tagtäglich entlang und habe keine Ahnung, dass ich schon längst auf dem gesuchten stehe?
Sollte das Superheldengeschäft irgendwann nicht mehr so laufen, könnte ich mich so nicht einmal als Taxifahrer durchschlagen um mich und die meinen über Wasser zu halten.
In dem kleinen ländlichen Ort in dem ich aufgewachsen bin, gab es eine Hauptstraße die Hauptstraße hieß und einige kleinen Straßen drum herum die entweder keine Namen hatten oder so hießen wie die Umgebung an der Sie lagen oder wie der erste Kosmonaut unseres Landes, diese Straßen hießen Schulstraße oder Mühlenweg oder am Dorfteich oder eben Siegmund Jähn Straße .
Versuchen Sie sowas mal in einer so verflixt großen Stadt, das gibt ein lustiges Chaos, dass sage ich ihnen!
Dabei fällt mir ein, dass für 2012 der Weltuntergang angekündigt ist. Schon wieder! werden Sie jetzt zu Recht in sich hinein brüllen, man kommt ja gar nicht mehr raus, aus diesem Untergangswahnsinn.
Das Problem an diese ganzen Sache ist ja nun wieder, dass Weltuntergangstermine entweder sehr genau oder eben sehr unklar Pupliziert werden. Wann kann ich also diesen wichtigen Termin in meinem iCal eintragen frage ich Sie! So etwas will ja schon bei der Urlaubsplannung berücksichtgt werden. Und nicht allein Da!Es gibt ja nichts gutelauneschädlicheres als im Sommer 2012 mit der ganzen Bande in Badesachen und mit Wasserball und Eimerchen und Sandschaufelchen bewaffnet am Mittelmeer zu stehen und es empfängt einen ein schwarzes schwefelspeiendes Loch. Dass können sie nie wider gut machen!
Ist der Untergang also eher am Jahresende zu erwarten, oder sollte man lieber nicht zu viele Überstunden aufhäufen? Das frage ich Sie!
Aber wenigstens hat sich das mit der unwissenheit bezüglich der eigenen Umwelt gegenüber von allein erledigt, na ja und Straßen gibt es ja dann ohnehin nicht mehr, da diese ein anderer Planet welcher nämelich für dieses ganzen durcheinander verantwortlich zu zeichnen ist, unaufhörlich auf uns zurasen, undin 4 Jahren vor unserer aller Haustür aufschlagen, und dabei nichts übrig lassen wird.
Ich drehe gerade die Fischstäbchen in der Pfanne. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie muss ich an das große schwarze Loch unter Frankfurt denken, welches bald alles verschlingen wird. Und Ich denke darüber nach ,wie lange der letzte Post auf dieser Seite jetzt schon wieder her ist und dass gerade die letzten wohl etwas aus dem Ruder gelaufen sind, auch nicht so gut, literarisch , aber was ist schon literarisch gut?... von Unterhaltung ganz zu schweigen. Die nächsten Einträge müssen besser werden denke ich, mehr Schwung, sonnst springen mir auch noch die treuesten Leser ab, oder eben die treudoofsten.
Nicht diese belanglose Abgehandel, oder heißt es abhandeln in dem Zusammenhang? kommt jedenfalls davon.
Ich blicke fragend in die Pfanne und die Fischstäbchen blicken Fragend zurück. Ich kippe die Fischstäbchen auf die andere Seite, aber das scheint ihnen auch nicht zu gefallen, stattdessen flatschen die einfach so auseinander.
Worüber schreiben? Welches Thema, was will der Leser? Keine Ahnung! Will er überhaupt irgendwas. Will er noch lesen? oder nur Unterhaltung? will der Leser herausgefordert werden?
Irgendwas erhebendes wäre schön denke ich, als ich versuche die Fischstäbchen notdürftig wieder aufzurichten.
Auch nicht so lang. In kurzen knappen Sätzen, aber trotzdem schön , vielleicht heiter, ja lustig von Zeit zu Zeit. Das tut sich ja kein Mensch mehr an, soviel text, ganz ohne Bilder oder Videobeitrag , die Leute lesen nicht zu Ende, dass wird schon bei dem Mangel an Kommentaren klar. Verstehen die Leute die Texte überhaupt?
Vielleicht muss alles etwas straffer werden, einfacher und doch bitte etwas klarer, verdaulicher fällt mir da als Schlagwort ein , als ich den entblößten Haufen Fisch sehe der in er Pfanne ächzt und zuckt.
Nicht diesen besserwisserischen Unsinn, den man überall serviert bekommt. Dem können die meisten Leute eh nicht mehr folgen.
Der Leser besitzt en einfaches Gemüht denke ich. Sollte man sich diesem beugen? Hat Gottschalk also doch recht? Alles für die Quote.
Aber was? Was ist alles? Mir fällt nichts ein. Bin ich zu wenig Oportunist?Ich sehe schon Reich-Ranicki hämmernt vor der Tür stehen. Wie ein Tropengewitter donnernt und fauchend , unablössig schluss mit diesem Blödsinn einfordernt.
Ist es das jetzt etwa schon gewesen, das Abenteuer Blog? Es war ein kurzer Ausflug. Was soll werden wenn mir jetzt nie wieder etwas einfällt, ich keine Ideen mehr habe? Ist das jetzt schon die berüchtigte Schreibblockade, die der Autor so sehr fürchtet wie sonst nichts auf der Welt? Dabei habe ich doch gerade erst angefangen.
Die Fischstäbchen sind immer noch ein Schatten ihrer selbst und ich rüttle verächtlich an der Pfanne. Sie springen.
Sicher ist, dass die Leute die gekommen sind ernsthaft bedient werden wollen, dass wusste schon Udo Lindenberg. Wer nichts vorzeigen kann, sollte die Bühne räumen. Besser ausbrennen als zu vergehen (noch so ein Zitat). Wenn das so weiter geht, wird das teuer.
Das Telefon klingelt, ich zögere kurz, gehe dann aber nachsehen. Das ist ja das gute an der moderne Kommunikationsgesellschaft und ihrer Kommunikationsapparate im besonderen, dass man schon sehen kann wer anruft, bevor der andere überhaupt weiß , dass man bemerkt hat, dass es klingelt und entscheiden kann, ob man abnimmt oder nicht. Man nicht mehr so leicht und blind ins Messer läuft.
Der gute Freund F. ist dran.
F: Hi Kent, habe gerade deinen letzen Eintrag gelesen!
K: Post F., dass heißt Post bei uns Bloggern.
F: mein Reden, Prost!
F: Ich dachte wo du ja jetzt auch auf diesen unerträglichen Selbstdarstellungszug web 2.0 aufgesprungen bist, guck ich mal rein, könntest ja was über mich schreiben.
K: Ich glaub das hat sich erledigt, mir fällt nichts mehr ein. Ich wird den Laden dicht Machen müssen.
F: Spinnst du?! Mach das bloß nicht, du hast doch Verantwortung.
K: Mal ehrlich, so was wie das hier, kann doch jeder.
F: Du kannst jetzt nicht aufhören, du bist deinem Puplikum das schuldig. Das ist der unabhängige
Journalismus, du bist das gegenlicht zur manipulierenden und kurrupten Medienmaschine.
F: Das sag ich dir.
K: So hab ich das noch nicht gesehen.
F: Ohne Dich, verliert die freie Meinungsäußerung weiter an wert.
Die Fischstäbchen zucken ratlos. So haben sie sich das Leben in der Goldkruste nicht vorgestellt.
K: Und bei dir so?
F: Hach, das übliche, der Toaster will nicht über die Microwelle springen und der Kühlschrank hat angst.
K: Kennt man ja, Klopf Ihm einfach mal bestätigend auf die Tür
F: Machst du noch was an dem Layout. Ist ja schlimmer als bei der Abendzeitung.
K: aber die werden dafür auch noch bezahlt, demzufolge ist meine Leistung höher anzuerkennen
F: Ja, aber die haben auch keine Ahnung, aus welchem Fenster die sich zuerst lehnen sollen.
K: Das liegt an der Mittelmäßigkeit des Apparates und dass die keine Zeit verschwenden erstmal
irgendwo nachzufragen
F: keine Frage!
K: aber worüber schreibe ich jetzt?
F: worüber hast du den bisher geschrieben?
K: ich dachte du hast das gelesen.
F: schon, aber nicht alles und nicht bis zum Schluss, muss ja hier auf den Verkehr achten.
K: bist du unterwegs?
F: Nein! Woher!
K: Worüber sollte man denn schreiben?
F: Irgendwas mit Sex oder so, das kommt an.
K: Hä?
F: Vögel jemanden und schreib was drüber.
K: Hab grad niemanden zum Vögeln
F: Macht nix , die gute Absicht zählt!
F: benutz ruhig die ganzen Wörter wie Fotze und Feucht oder Möse und so, auch in Kombination, das wollen die Leute! die Roche macht da gerade den Reibach mit und tut so als hätte sie das