Ich müsste längst etwas schreiben. Aber mir fällt nichts ein. Schon wieder. Ich bin total blockiert. Das hat man ja manchmal, dann zögert man und denk es ist noch nicht der richtige Moment um zu beginnen, die Stimmung noch nicht reif und die Gedanken nicht bereit.
Ich falle zurück in den Stuhl und zerkaue den Kugelschreiber und versuche über verschiedene Dinge nachzudenken.
In einer derart fragilen Verfassung in der ich mich vor dem Schreiben befinde, kann jeder falsche Einfluss und jede Ablenkung die Möglichkeit gar verschlechtern etwas von Belang zu stande zu bringen. Das geht nicht. Angestrengt versuche ich einen Gedanken zu formen ein Thema zu finden oder wenigstens eine Idee.
Das ist dann meist der Moment an dem plötzlich das Geschirr gespült werden muss oder die Wäsche gewaschen, oder der Keller entrümpelt oder die Wohnung tapeziert oder die Möbel geölt. Dinge also die sonnt niemals getan werden.
Es ist unheimlich. Man muss etwas Bestimmtes tun und tut stattdessen etwas komplett anderes. Ich beobachte das schon länger. Ich muss den Müll runter bringen und fange an die Pflanzen umzutopfen. Ich muss wichtige Formulare für die Bank ausfüllen und fange an das Badezimmer auszuräumen und die fließen zu wischen.
So ist es oft wenn ich mit wichtigen Erledigungen beginnen will.
Man könnte jetzt leicht von fehlender Disziplin reden. Aber das ist alles kein Zufall meiner Meinung nach, es folgt einer Regel, einem durchschaubaren Muster. Mir fällt zB. auch immer nur etwas ein was ich schreiben könnte, wenn ich gerade an der Supermarktkasse stehe oder unter der Dusche, oder auf dem Klo sitze. an Orten also an denen man absolut nichts schreiben kann.
Das ist schon irgendwie unheimlich, meinen sie nicht? Natürlich kann man es auch nicht unheimlich finden, man kann es auch einfach hinnehmen, sich keine Gedanken darüber machen.
Aber ich muss jetzt etwas schreiben, unbedingt denn schon bald bist du fort und hast nichts zu lesen, das geht doch nicht.
Ich mache einen Versuch. Ich laufe durch die Wohnung versuche etwas anderes zu tun um etwas schreiben zu können, quasi als Simulation.
Nur so kann es funktionieren denke ich.
In der Hoffnung auf eine Eingebung, stehe ich mit Notizblock und Kugelschreiber an der Supermarktkasse, jeder einzelnen. Lege alles auf das Laufband und warte, während mich die Leute hinter mir bereits anstarren und zischen und warten dass ich verschwinde. Nichts. Mehr Ruhe könnte helfen denke ich.
Ich begebe mich ins Badezimmer, schließe die Tür und setze mich auf den geschlossenen Klodeckel, wieder das Papier in Reichweite. Aber nichts. Ich lasse sauberes Geschirr im Spülwasser versinken, die Hände unter Wasser und den Notizblog im anderen Zimmer und warte, aber nichts. keine idee. Ich schiebe den Staubsauger durch die staubfreie Wohnung, gehe zum Briefkasten, tue alles für einen Text oder wenigstens einen Satz oder zwei. Mache den Abfluss frei. Wasche mir die Haare.
Aber nichts, Nicht Nichts Nichts! Es funktioniert so nicht. Das Papier ist immer noch leer
Seltsam, denke ich.
Es hat ja keinen sinn, seit Wochen geht das nun schon so.
Ich rufe den guten Freund P. an. Er muss für eine sehr wichtige Klausur lernen und hat nun schon sein Bett neu bezogen und einen Beutel für die Altkleidersammlung gepackt und Regale an die Wand geschraubt, mit Dübel!
Ich könnte einen alten Text noch mal verwenden, vielleicht merkt es ja niemand, denke ich, als ich das Parkett abschleife. Aber das ist auch keine Lösung. Zumindest nicht langfristig.
Ich setze mich resignierend an den Schreibtisch, überlege und beginne auf der Tastatur vorsichtig die ersten Worte zu formen. Der erste Satz: Ich müsste längst etwas schreiben.
Das ist doch gar nicht so schlecht denke ich. Daraus könnte man etwas machen. Ein kurzer knapper Satz. Auf den Punkt. Vielleicht nicht der beste erste Satz in der Geschichte aber mit einer gewissen Prägnanz (Es gibt ja Schriftsteller de brühten 15 Jahre über dem ersten Satz).
Gleich weiter, der zweite Satz. nicht nachlassen!
Dabei fällt mir ein: das Bücherregal muss auch noch entstaubt werden. Und die Pflanzen gegossen...ach und das Altglas. Keiner denkt an das Altglas.....

Ich hoffe sie sind jetzt nicht allein, denn es wäre allzu schade diesen heutigen Tag so achtlos zu übergehen, auch wenn es doch eigentlich nicht nötig sein sollte einen speziellen Tag für diese schönste Sache der Welt zu benennen. Und mit dem heutigen Thema ist es wie mit dieser Sache selbst. Es ist nicht wirklich zu fassen, oder zu erklären. Wahrscheinlich verlieren sich so viele Medien gerade deshalb in trockenen Fakten.
Es ist Tag des Kusses. Und allein das ist Grund genug für einen, späten, zweiten Post.
Dieser Tag und dieser Eintrag sind dem echten, liebevollen Kuss gewidmet. Gemeint also ist der Kuss, den der große amerikanische Realist Mark Twain lakonisch wie folgt beschrieb: “Ein Kuss ist eine Sache, für die man beide Hände braucht.”
Der Kuss ist längst zum Objekt wissenschaftlicher Forschung und sportliche Herausforderung geworden. Zu einem Eintrag im Guinness-Buch hat er es genauso gebracht wie zum psychologischen Allheilmittel für Seele und Körper. Selbst die Dauer des Küssens. sowie die landestypischen Unterschiede wurden ermittelt und akribisch verglichen und in Statistiken zerlegt. Längst weiß Men genau, was beim Küssen so alles mit uns passiert. Das Ergebnis: Küssen ist gesund. Sogar sehr. Es stärkt Immunsystem und Gesichtsmuskulatur, baut Stresshormone ab und sorgt damit für Ausgeglichenheit. Aktive Küsser sind jedoch nicht nur, mehrenteils gesunder und ausgeglichen – sondern auch und vor allem: glücklich!
Das es weit mehr als nur eine form des Küssen gibt , weiß man inzwischen auch bei Wikipedia und handelt dieses Wissen in kühler Akrebie akademisch ab, als hätten die Verantwortlichen noch nie geküsst....dabei ist es doch viel mehr als das , etwas aus dem inneren , tief aus der Seele und dem Herzen und mit Deutung und schnöder Vernunft nicht gerecht zu werden.
“Ein Kuss ist das, was von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist”, schrieb der Abenteuerromancier Joseph Conrad
und das trifft es doch schon eher. Und nur so sollten Küsse sein, denn ist doch jeder ernst gemeinte Kuss eine unausgesprochene Liebeserklärung an den anderen.
Können sie sich noch an ihren ersten Kuss ihres Liebsten entsinnen oder gar an den ersten Kuss überhaupt? wenn sich die Lippen zum ersten Mal berühren und alles innere braust in diesen Moment,der geschmacj des anderen so nah , der heiße atem auf der Zunge,
All die innere Unruhe die Ungewissheit und Nervosität , die sich in einer einzigen bunten und unvergleichlichen Explosion entladen. So unvergleichlich dass kein Wort genügt. Das Herz schlägt schneller, wie es es nur bei wahrer Liebe kann. Ein Herauswachsen aus sich selbst, Schmetterlinge im Bauch. Die knie werden weich, während der Körper immer leichter wird und man findet sich plötzlich in einer eigenen Welt wieder, ein Universum nur für zwei. Und dazu das Pulsieren des ganzen Körpers. Und selbst all das klingt viel zu Hohl und Bedeutungslos für all das unfassbare eines Kusses aus wahrer Liebe und Leidenschaft.
Ein Liebesbeweis, den man nicht oft genug erbringen kann, der sich nicht erschöpft oder abnutzt.
Das Küssen ist also so wichtig wie die Liebe selbst, denn er erwächst aus ihr. Dem Bewusstsein das der andere alles ist, Sein und Lust und Rausch und Glück zu gleich. Also kein Grund sich davor zu fürchten. Und ist ein Kuss nicht Liebe in Ihrer schönsten form.
Und dennoch gibt es auch einsame Küsse, das sind Küsse des Abschieds und der Trennung, Küsse die in der Seele wehtun und tief im Herzen brennen. Besonders wenn man nicht weiß, warum dies nun der letzter aller Küsse sein soll. Diesen Küssen hängt man lange nach.
Das es für das Küssen einen Tag braucht an dem Ihm gedacht wird ist schon etwas traurig, denn es Zeigt wie leicht wir selbstverständliches vergessen und missachten....selbst etwas so reines wie einen Kuss.
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Monday, July 6, 2009
Ein Büroleben
So ein Büroleben macht müde. Es ist auch nicht besonders spaßig, es wird Aktualisiert, und Abgeheftet und das unrhythmische Gehacke der Tastaturen lasst mich träge aus dem Fenster schauen, wo der Sommer noch immer auf sich warten lässt.
Diese Büroarbeit ist nichts für mich denke ich dann resignierend, ein Leben Trocken und Öde zwischen Schreibtisch und Stuhllehne und virtuellem Fließband. Dann denke ich an die Welt da draußen und was ich alles verpasse, hier drin mit Flipchart und Meetingterminen.
Überhaupt hasse ich Meetingtermine. Irgendwo, so sagt man mir oft, habe ich ein Programm auf das alles zugreifen können um einen Termin mit mir zu vereinbare, dieses Programm macht sich dann bemerkbar. Ein Terminkalender irgendwo auf den Weiten der Festplatte.
Nur Ich kenne dieses Programm nicht, ich weiß nicht wo es ist, oder wie es funktioniert. Ich verpasse alle Termine, dann stehe immerfort irgendwelche Menschen in meinem Büro und sagen erbost „Termin“ und deuten auf ihre Uhren.
Ich habe auch keine Uhr.
Dann gehe ich müde mit den Menschen mit, in kleine Räume, die immer viel zu Warm oder viel zu Kalt sind, und der blaue Anzug zwickt unter dem Hemd und ich blicke nach innen.
Menschen in Meetingräumen sind wie Tiere in einem Circus und es gibt auch immer einen Dompteur, der die Kommandos gibt und die Sprunghöhe anzeigt. Diese Menschen denken in calculation’s und träumen von connectrate’s und webmaster-report Sagen diese Menschen, als wäre das der größte spaß der Welt.
Das ist alles nichts für mich....
In solchen Momenten schweift man leicht ab. In Richtungen die nicht vorgegeben sind im Protokol.
Manchmal kommt man an einen Punkt an dem man alles in Frage stellt. Und ich spreche nicht von der Haarfarbe oder der Tapete im Schlafzimmer.
Ein punkt an dem alles nicht mehr richtig scheint. Und nichts mehr von Bedeutung ist. Vielleicht weil man sich selbst nicht mehr Spürt und nicht mehr weiß warum man irgendetwas tut. Alle ausreden nichts mehr Nützen.
Einem Punkt an dem man versucht Herauszubekommen wo man hingehört und was man will, und viel weiter noch, wer man wirklich ist.
Es gibt Menschen die Sausen dann in roten Sportwagen den Antworten auf diese Fragen davon, und es gibt Menschen die suchen Antworten auf Gipfeln hoch oben über den Wolken oder beim Überqueren der Ozeane, mit dem Bug im Wind, oder allein im heißen Wüstensand. Und andere hingegen kommen nie an einen solchen punkt. Manchmal beneide ich all diese Menschen.
Dann hat man große Lust alles hinter sich zu lassen alle Zelte abzubrechen und irgendwo weit weg von neuem zu beginnen, etwas ganz Anderes und vielleicht mit viel Mut vielleicht als ein anderer. Besser...
Aber glauben sie mir es ist nicht einfach aus gewohnten Bahnen auszubrechen, auch wenn sie es noch so gerne wollen. So etwas verlangt ungeheure Kräfte, vielleicht sogar Superkräfte. Und wer hat die schon.
Manchmal denke ich dann, dass alles längst zu spät ist, es keine Möglichkeit mehr gibt irgendwie die Richtung zu ändern, alles zu schaffen was doch so viel größer scheint als man selbst. Das sind stille Momente in denen man leicht aufgeben könnte.
Bei diesem Gedanke halte ich kurz inne und höre wie jemand „Projektoptimierung“ sagt und sinke sofort wieder erschrocken in mich hinein.
Ich frage mich, ob diese Menschen wirklich glücklich sind mit dem was sie da sagen. Tag ein Tag aus. Ich sollte auch so denke, das weiß ich und all diese dinge sagen. Aber ich kann es nicht.
Dabei stellt sich die Frage:
Ist Projektoptimierung auch übertragbar auf das eigene Dasein, sollte man Entwicklungsschritte auf dies weiße auch in Bezug auf die Lebensplanung anwenden? Macht das Sinn? Dann müsste man allerdings wissen wie das Leben aussehen soll, was man sich davon erwartet und das umsetzen.
wie stelle ich mir das Leben vor? Kann man das so einfach sagen?
Und kann man etwas derart Irrationales, so planmäßig in Bahnen zwingen und somit optimieren? Streng nach Gesichtspunkten von Mangel und Bedürfnis und Ziel.
Aber was wenn die Sehnsucht nach etwas was unerreichbar ist selbst der Grund ist.
Dann zerfällt jede Rechnung in etwas Unlösbares.
Denn Gefühle und Bedeutungen sind weder Starr noch Planbar, Sie sind einfach da und liegen auf dem Herzen.
Mein Blick klettert durch das Teppichmuster, weiter über Kabelstränge, hin in die Erfrischungsecke mit Kaffeekanne und Selterwasser, dahin wo die Keksdose steht.
Die Keksdose ist leer, wie so Oft, geplündert von Menschen die keine Meetings kennen und die Not nicht erahnen, die sich in diesen räumen abspielt.
Ich habe einen Block mitgebracht, der bei verlassen immer noch Leer ist und es dämmert mir einmal mehr das diese Welt nicht die ist in die ich hineingehöre.
Als ich zu meinem Büro zurück komme sehe ich bereits weitere Menschen ungeduldig Bahnen in die Auslegware treten, mit kontrollierendem Blick auf ihre Uhren und ich weiß ich könnte einfach an der Tür vorbei den Flur entlang nach draußen gehen.
Ich denke daran wie sich alles ändern könnte.....aber selbst dann bist du nicht da.....
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Friday, July 3, 2009
....es gibt leider schon wieder so wenig text in letzter Zeit, das hat allerdings einen guten Grund(naja zumindest einen Grund), um die Wartezeit etwas zu überbrücken, gibt es mal wieder Musik.
Der nächste Text kommt bestimmt....
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Saturday, June 27, 2009
Super-Fatso

Ich habe es lange nicht Wahrhaben wollen, aber mein Arbeitsplatz ist eine Kuchenzone. Jeden Tag steht ein anderer Kuchen in einer Schachtel auf einem Tablett oder in einer Transportdose bereit. Es ist nicht zu glauben, wo kommen all diese Kuchen her?
Es ist als wäre das Büro der Scheitelpunkt zu einer Kuchendimension und genau an dieser Stelle tut sich nun regelmäßig ein Riss auf und ein Kuchen fällt hindurch, in unsere Welt. Anders ist das nicht zu erklären.
Ich habe lange geglaubt irgendjemand müsse den Kuchen doch mitbringen, heimlich hineinschmuggeln und täglich dort abstellen. Ein geheimnisvoller Konditor. Unbemerkt und Unsichtbar.
Auch sind die Frauen in meinem Büro, verdächtig, unentwegt auf der suche nach Tupperdosen und durchforsten in Rudeln die Gänge und Flure nach den dazugehörigen blauen und gelben und grünen Deckeln. Dann rufen sie, sich in scharen über die Teppiche schlängelnd in die Büroräume hinein. „Hier ist nur rot“ schalt es dann aus den Büros zurück und sie ziehen weiter, kriechen unter Tische und Lucken aus Kabelschächten hervor und tauchen unter Schreibtischstühlen auf.
Das Problem welches sich nun natürlich ergibt sieht folgendermaßen aus: der Kuchen muss gegessen werden, das ist klar. Wenn wir nicht alle in einem Büro voller Kuchen enden wollen, der langsam vor sich hin schimmelt, müssen wir essen, unablässig jeden Tag, immer fort. Wir, Meint mich, denn die Frauen in meinem Büro sind immerfort und ausschließlich auf Diät, sie können es nicht sein, schließlich essen sie nichts davon. Nie!
wenn sie Kuchen essen müssen sie sterben.
Also esse ich den Kuchen, so bin ich. Ein Held der alle retten muss. Wenn ich auch nur einen Tag aus lasse gerät das Gleichgewicht gefährlich ins wanken. Dann fällt der neue Kuchen auf den vom Vortag, eine Kettenreaktion sondergleichen. Wenn ich Krank werde ist alle aus, dann brauche ich nicht wiederkommen, das Büro wird fort sein. Nicht auszudenken. Es wird sich in eine riesige Kuchenform verwandelt haben, mit einer Tür an jeder Seite, gefüllt mit klebriger Süße. Keiner wird mehr an seinen Schreibtisch oder an ein schnödes fax gelangen können und die Telefone werden von Zeit zu Zeit leise scheppern, wie die Uhr im bauch des Krokodils in James Matthew Barrie’s Peter Pan.
Aber wissen Sie was, ich habe keine Lust mehr,
Es kommt mir schon aus den Ohren raus. Jeden Tag dieses süße Gelumpe. Gestern war es ein Pflaumenkuchen mit Zuckerstreuseln und davor ein Nusskuchen und davor eine Sahnetorte mit Pfirsichstücken in cremigem Weiß. Ich erinnere mich noch unter schmerzen an den Schokoladenkuchen, mit Schokoladenstücken und Schokoladenraspeln oben drauf.
Heute ist es ein Zitronenkranz und schon als ich Ihn sehe hab ich Lust ihn aus dem Fenster zu schmeißen. Warum ich das nicht tue? ich kann es nicht. Ich kann kein essen verschwenden, ich kann nichts wegwerfen oder stehen lassen. ich muss alles essen, bevor es schlecht wird oder Kalt oder sonnst was. Aber wegschmeißen das geht nicht. Niemals!
Solange essen auf dem Tisch steht, esse ich. Von Bauchweh geplakt.
Das haben mir meine Eltern auf der Farm eingebrogt.
Noch heute werden überall auf der Welt Kinder mit dem verfehlten Spruch „in Afrika hungern die Kinder“ zum aufessen genötigt. Was die Kinder in Afrika davon haben wenn ich essen muss, bleibt bis heute offen. Wahrscheinlich können sie dann nicht mehr Dicke Europäer auf Safari bestaunen.
Ich frage mich, ob es in Afrika den Spruch gibt. „In Europa werden die Kinder Dick und Faul und leichte Beute“
Aber einmal in diesem Verhaltensmuster gefangen, ist es schwer sich davon zu befreien.
Und so esse ich Kuchen um Kuchen, jeden Tag, bis das alles irgendwann aufhört und ich muss wehmütig an den dicksten Mann der Welt denken.
Der Mexikaner Manuel Uribe hat es mit 570 kg gar stolz ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Ich frage mich, ob das auch am Kuchen lag...?
Ich zumindest hole auf, jeden Tag mit jedem Stück und ich bin erleichtert, dass ich als Superheld einen Stretchanzug tragen darf.
Dabei fällt mir ein, dass das Guinness-Buch der Rekorde selbst einen fragwürdigen Rekord hält. Kein anderes Buch der Welt wird so oft aus Bibliotheken gestohlen.
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Wednesday, June 17, 2009
manchmal sind Träume nicht mehr greifbar und manchmal sind Herzen einfach zu groß als das man sie erfassen könnte. Dann klammert man sich verzweifelt an etwas an dem man sich doch nicht festhalten kann, weil man nicht wahrhaben will, dass man sich verlaufen hat. Denn man ist geblendet davon, wie schnell man gemeinsam, vor so kurzer zeit noch, an Pforten stand die andere nie erreichen.....


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Friday, June 5, 2009
Das fliegen geht sehr langsam in letzter Zeit. Unspektakulär. Auch fliege ich nicht mehr so nah über den Häusern. Ich will nicht mehr sehen was da unten geschieht, ich kann es ja doch nicht ändern. Manchmal fliege ich jetzt einfach hinaus, raus aus der Stadt, dahin wo es grün und ruhig ist, wie es zuhause war.
Manchmal frage ich mich wo Zuhause ist.
Ich habe nicht nur einen Ort hinter mir gelassen in den ich schon längst nicht mehr hinein passte, ich habe gleichzeitig die Bedeutung dieses Ortes verloren.
Es heißt „ Zuhaue ist wo du bist“ und ich denke das stimmt. Zu oft habe ich dieses Zuhause gesucht und gewechselt. Für jemanden den Ort des seins getauscht und diesen wieder verloren, wenn dieser jemand fort war.
Ich denke ich habe es nun verstanden. Egal wie sehr ich mich auch bemühe, manche Dinge werde ich nicht schaffen können.
Dann gehe ich sehr langsam über eine Wiese und vergesse das S und alles andere, Supergeschwindigkeit und Superstärke. Dann ist mir bewusst wie schwach ich bin.
Man weiß gleichzeitig immer zu viel und zu wenig.
Dann besuche ich den weisen Wikinger in seinem Lager. Es ist immer eine große Freude Ihn zu treffen. Eine herzliche Umarmung folgt. Er ist gut gelaunt und stellt gleich zwei Becher auf den Tisch. Ich brauche nicht viel zu sagen, er weiß immer schon bescheid.
Ich fühle mich nicht mehr Super. Sage ich
Er weiß warum ich gekommen bin. Ich suche Rat, denn ich weiß nicht weiter.
Er hört versunken zu, obwohl er das alles natürlich schon kennt und fragt warum?
Ich warte, was sonst...
Ich warte immer weiter. Warte auf den nächsten Tag an dem vielleicht etwas anders ist. Ich warte auf eine Antwort, ich warte das alles Zusammenstürzt, und ich warte auf nichts, auch das weiß ich jetzt.
Ich sage das und sinke auf die Holzbohlen des Tisches, denn ich habe keine Kraft mehr.
Das ist doch kein Zustand sagt er dann mit deutlicher Stimme und wiederholt das noch einmal
Das ist doch kein Zustand.
Er kennt die Hintergründe dieses Zustands.
Man sollte aufhören ergründen zu wollen warum etwas geschehen ist, sondern versuchen herauszubekommen und sich darauf konzentrieren was man jetzt will.
Er ist schon wieder etwas weiser geworden denke ich ehrfürchtig und nippe an meinem Becher. Aber das ist keine Entscheidung die ich treffen kann, nichts was ich tun kann. Alles was ich tun kann ist nichts. Und das allein frist mich auf.
Er erkennt meine desolate Lage und natürlich weiß er rat. Das Geheimnis heißt Körperzellen Rock sagt er. Und schon springt er behände auf und dann steht er da und beginnt sich Rhythmisch zu bewegen und singt Lauthals:
Jede Zelle meines Körpers ist glücklich,
Jede Körperzelle fühlt sich wohl.
Jede Zelle meines Körpers ist glücklich,
Jede Körperzelle fühlt sich wohl.
Jede Zelle, an jeder Stelle,
Jede Zelle ist voll gut drauf.
Jede Zelle, an jeder Stelle,
Jede Zelle ist voll gut drauf.
Er fordert mich auf mitzumachen und nach kurzem Zögern versuche ich mich zumindest am Text.
Ziemlich holprig stottere Ich: meine Zellen sind Glücklich...lala-la. Ich bin nicht textsicher genug für dieses Ritual, aber der Wikinger singt und bewegt sich unbeirrt weiter.
Er schiebt seine Arme seitwärts am Körper auf und ab, faltet sie über den Schultern und streckt sich dann weit nach oben.
Also versuche ich das auch, aber die Magie des Wikingers fehlt mir genauso wie der Glaube.
Ich weiß es ist nur ein Mittel zum Zweck.
Wir sitzen dann noch lange zusammen und er erzählt Geschichten des Waldes und ich Denke die ganze Zeit nur an Dich...
Als es Zeit zu gehen ist, dreht er sich noch einmal um und ruft mir zu
„Das ist doch kein Zustand“ und wieder wiederholt er sich dann mehrfach und verschwindet in der Dunkelheit mit seinem Körperzellenlied.
Auf dem Rückweg kann ich nicht anders.
Manchmal weiß man plötzlich nicht weiter, dann macht alles keinen Sinn mehr, dann steht man vor anderer Menschen Türen und nichts scheint mehr richtig sondern alles falsch....
Und ich warte...das etwas anders wird...
...vielleicht nach dem Regen....
Manchmal frage ich mich wo Zuhause ist.
Ich habe nicht nur einen Ort hinter mir gelassen in den ich schon längst nicht mehr hinein passte, ich habe gleichzeitig die Bedeutung dieses Ortes verloren.
Es heißt „ Zuhaue ist wo du bist“ und ich denke das stimmt. Zu oft habe ich dieses Zuhause gesucht und gewechselt. Für jemanden den Ort des seins getauscht und diesen wieder verloren, wenn dieser jemand fort war.
Ich denke ich habe es nun verstanden. Egal wie sehr ich mich auch bemühe, manche Dinge werde ich nicht schaffen können.
Dann gehe ich sehr langsam über eine Wiese und vergesse das S und alles andere, Supergeschwindigkeit und Superstärke. Dann ist mir bewusst wie schwach ich bin.
Man weiß gleichzeitig immer zu viel und zu wenig.
Dann besuche ich den weisen Wikinger in seinem Lager. Es ist immer eine große Freude Ihn zu treffen. Eine herzliche Umarmung folgt. Er ist gut gelaunt und stellt gleich zwei Becher auf den Tisch. Ich brauche nicht viel zu sagen, er weiß immer schon bescheid.
Ich fühle mich nicht mehr Super. Sage ich
Er weiß warum ich gekommen bin. Ich suche Rat, denn ich weiß nicht weiter.
Er hört versunken zu, obwohl er das alles natürlich schon kennt und fragt warum?
Ich warte, was sonst...
Ich warte immer weiter. Warte auf den nächsten Tag an dem vielleicht etwas anders ist. Ich warte auf eine Antwort, ich warte das alles Zusammenstürzt, und ich warte auf nichts, auch das weiß ich jetzt.
Ich sage das und sinke auf die Holzbohlen des Tisches, denn ich habe keine Kraft mehr.
Das ist doch kein Zustand sagt er dann mit deutlicher Stimme und wiederholt das noch einmal
Das ist doch kein Zustand.
Er kennt die Hintergründe dieses Zustands.
Man sollte aufhören ergründen zu wollen warum etwas geschehen ist, sondern versuchen herauszubekommen und sich darauf konzentrieren was man jetzt will.
Er ist schon wieder etwas weiser geworden denke ich ehrfürchtig und nippe an meinem Becher. Aber das ist keine Entscheidung die ich treffen kann, nichts was ich tun kann. Alles was ich tun kann ist nichts. Und das allein frist mich auf.
Er erkennt meine desolate Lage und natürlich weiß er rat. Das Geheimnis heißt Körperzellen Rock sagt er. Und schon springt er behände auf und dann steht er da und beginnt sich Rhythmisch zu bewegen und singt Lauthals:
Jede Zelle meines Körpers ist glücklich,
Jede Körperzelle fühlt sich wohl.
Jede Zelle meines Körpers ist glücklich,
Jede Körperzelle fühlt sich wohl.
Jede Zelle, an jeder Stelle,
Jede Zelle ist voll gut drauf.
Jede Zelle, an jeder Stelle,
Jede Zelle ist voll gut drauf.
Er fordert mich auf mitzumachen und nach kurzem Zögern versuche ich mich zumindest am Text.
Ziemlich holprig stottere Ich: meine Zellen sind Glücklich...lala-la. Ich bin nicht textsicher genug für dieses Ritual, aber der Wikinger singt und bewegt sich unbeirrt weiter.
Er schiebt seine Arme seitwärts am Körper auf und ab, faltet sie über den Schultern und streckt sich dann weit nach oben.
Also versuche ich das auch, aber die Magie des Wikingers fehlt mir genauso wie der Glaube.
Ich weiß es ist nur ein Mittel zum Zweck.
Wir sitzen dann noch lange zusammen und er erzählt Geschichten des Waldes und ich Denke die ganze Zeit nur an Dich...
Als es Zeit zu gehen ist, dreht er sich noch einmal um und ruft mir zu
„Das ist doch kein Zustand“ und wieder wiederholt er sich dann mehrfach und verschwindet in der Dunkelheit mit seinem Körperzellenlied.
Auf dem Rückweg kann ich nicht anders.
Manchmal weiß man plötzlich nicht weiter, dann macht alles keinen Sinn mehr, dann steht man vor anderer Menschen Türen und nichts scheint mehr richtig sondern alles falsch....
Und ich warte...das etwas anders wird...
...vielleicht nach dem Regen....
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Tuesday, May 26, 2009
Tanz auf dem Vulkan –Part 1–(Demo)
Auch Superhelden bekommen Post, sie haben eine geheime Identität und eine Adresse, und einen Briefkasten den der Postbote finden kann, und Sie bekommen Rechnungen und Werbeprospekte und Briefe vom Finanzamt. Und manchmal bekommen Sie Briefe, vor denen sie sich plötzlich fürchten.
Das sind Briefe ohne Absender die dem Empfänger sofort bewusst machen woher sie kommen und was sie wollen. Briefe die ihnen die stählernen Herzen unter ihren bunten Kostümen wild zum schlagen bringen.
Diese Briefe sind größer und stärker als Sie selbst.
Neulich habe ich so einen Brief bekommen....
Ich schreie ratlos den Umschlag an, als wäre er mein Erzfeind persönlich, ein Superschurke gekommen um alles mit Unheil zu überziehen. was er den hier macht schreie ich, und warum überhaupt. In meinem Briefkasten! Ich drehe ihn und wende ihn, ich rotiere ihn wild zwischen den fingern. Schüttle Ihn und schreie! „in meinem Briefkasten! ausgerechnet!“
Es gibt keinen Zweifel woher dieser Brief kommt. Es ist das selbe Papier, der selbe Umschlag wie der andere Brief den ich bereits habe, auf dem der Absender steht, den ich hastig zum Vergleich aus der Schachtel nehme. Hier aber fehlt er, nur mein Name und meine Adresse sind deutlich und säuberlich per Hand auf den Umschlag geschrieben, der keine Briefmarke hat, gänzlich nackt ist und damit alles sagt.
Kein Bote hat diesen Brief in der Hand gehabt, kein Verteilungszentrum seinen Stempel hinein hauen können, dieser Brief ist direkt von dir gekommen, und MIT dir. Und das zu wissen, lässt mir die knie weich werden. Auch Superhelden wissen in solchen Momenten was Schnappatmung ist. Lieber würde ich jetzt gegen alle Schurken auf einmal kämpfen als das. Zu wissen das du hier warst, irgendwann heute, denn gestern war der Brief noch nicht da. Das du zu mir gekommen bist, vor meiner Tür standest, aber anstatt herein zu kommen nur diesen Brief hinterlassen hast.
Ich überziehe den Brief mit Verwünschungen schüttle ihn hin und her gebe ihn von einer hand in die andere. Lasse Ihn wild durch die Luft sausen, wie einen papierflieger. „Arghhh!“ Warum?!
Ich laufe hin und her durch die Wohnung, sause den Flur auf und ab und verliere hier und da den Boden unter den Füßen. Bleibe ab und an abrupt stehen und keife „ Warum bist du hier?!“
S. schaut träge von seinem Fernsehprogramm auf, er sagt nichts und sinkt zurück hinter den Bildschirm. Ich höre wie der Ton lauter wird.
Jetzt tanze ich um den Brief herum, wie der Belzebub ums Fegefeuer. Immer noch wüste Verwünschungen in die Luft schnaubend, werfe ich ihn auf den Tisch und habe ihn doch sofort wieder in der Hand. So ein Brief klebt an einem wie das Shirt nach dem Sportunterricht oder Kaugummi in den Haaren.
Solche Briefe bekommt man nur aus einem einzigen Grund und dieser Gedanke zieht sich durch meine Glieder wie ein Bungee-Seil.
Meine Ratlosigkeit wird immer verzweifelter und ich rede abwechselnd mit dem Briefumschlag und mit mir.
Ich versuche den Umschlag zu beschwichtigen und vor allem mich selbst. Für einige Sekunden ist es dann ganz still, bis der Sturm wieder fahrt aufnimmt. Schubartig und unkontrolierbar.
Was macht dieser Brief hier? Ich drehe mich im kreis noch schneller drehen sich die Gedanken. Dieser Brief ist hier! einfach so! und wo bist du!
S. schaut jetzt angestrengt herüber, der ton des Fernsehers ist kaum noch zu hören und wird immer leiser. Er schiebt trocken eine Frage herüber: Irgendwas los?
Brief nuschel ich und drehe mich um.
Meine Stimme schwankt zwischen Hysterie und sterbender schwan.
Ich erkläre dem Umschlag warum er unmöglich hier sein kann, niemals hier sein sollte, dass er hier falsch ist.
Wenn mich die anderen Superhelden jetzt so sehen würden, oder die Schurken oder du!
So ein Brief ist Anstrengender als sich das die Verfasser vorstellen können, er raubt dem Empfänger nicht nur sämtliche Kräfte sondern auch den Verstand. Sie lassen die Stärksten Helden zu Autoscootern werden.
Ich sinke resignierend in den Sessel zurück. Kraftlos. Regungslos. Vielleicht ist es ja gar nicht das was ich denke, Vielleicht war einfach keine Zeit da, oder ICH war nicht da. Vielleicht reagiere ich nur über und es ist gar nicht so schlimm. Der Brief weiß mehr. Ich spiele alle Möglichkeiten durch die mir in den Sinn kommen könnten, aber, meine Gedanken sind so beweglich wie eine Fliege in einem Topf voll Grießbrei.
Was willst du?!
Ich rede jetzt verstört auf den Umschlag ein, versuche ihm etwas zu entlocken, halte Ihn gegen das Fenster. Der Umschlag ist zu Dick. Du kannst doch nicht einfach hier gewesen sein! Dafür!
Das sind Briefe ohne Absender die dem Empfänger sofort bewusst machen woher sie kommen und was sie wollen. Briefe die ihnen die stählernen Herzen unter ihren bunten Kostümen wild zum schlagen bringen.
Diese Briefe sind größer und stärker als Sie selbst.
Neulich habe ich so einen Brief bekommen....
Ich schreie ratlos den Umschlag an, als wäre er mein Erzfeind persönlich, ein Superschurke gekommen um alles mit Unheil zu überziehen. was er den hier macht schreie ich, und warum überhaupt. In meinem Briefkasten! Ich drehe ihn und wende ihn, ich rotiere ihn wild zwischen den fingern. Schüttle Ihn und schreie! „in meinem Briefkasten! ausgerechnet!“
Es gibt keinen Zweifel woher dieser Brief kommt. Es ist das selbe Papier, der selbe Umschlag wie der andere Brief den ich bereits habe, auf dem der Absender steht, den ich hastig zum Vergleich aus der Schachtel nehme. Hier aber fehlt er, nur mein Name und meine Adresse sind deutlich und säuberlich per Hand auf den Umschlag geschrieben, der keine Briefmarke hat, gänzlich nackt ist und damit alles sagt.
Kein Bote hat diesen Brief in der Hand gehabt, kein Verteilungszentrum seinen Stempel hinein hauen können, dieser Brief ist direkt von dir gekommen, und MIT dir. Und das zu wissen, lässt mir die knie weich werden. Auch Superhelden wissen in solchen Momenten was Schnappatmung ist. Lieber würde ich jetzt gegen alle Schurken auf einmal kämpfen als das. Zu wissen das du hier warst, irgendwann heute, denn gestern war der Brief noch nicht da. Das du zu mir gekommen bist, vor meiner Tür standest, aber anstatt herein zu kommen nur diesen Brief hinterlassen hast.
Ich überziehe den Brief mit Verwünschungen schüttle ihn hin und her gebe ihn von einer hand in die andere. Lasse Ihn wild durch die Luft sausen, wie einen papierflieger. „Arghhh!“ Warum?!
Ich laufe hin und her durch die Wohnung, sause den Flur auf und ab und verliere hier und da den Boden unter den Füßen. Bleibe ab und an abrupt stehen und keife „ Warum bist du hier?!“
S. schaut träge von seinem Fernsehprogramm auf, er sagt nichts und sinkt zurück hinter den Bildschirm. Ich höre wie der Ton lauter wird.
Jetzt tanze ich um den Brief herum, wie der Belzebub ums Fegefeuer. Immer noch wüste Verwünschungen in die Luft schnaubend, werfe ich ihn auf den Tisch und habe ihn doch sofort wieder in der Hand. So ein Brief klebt an einem wie das Shirt nach dem Sportunterricht oder Kaugummi in den Haaren.
Solche Briefe bekommt man nur aus einem einzigen Grund und dieser Gedanke zieht sich durch meine Glieder wie ein Bungee-Seil.
Meine Ratlosigkeit wird immer verzweifelter und ich rede abwechselnd mit dem Briefumschlag und mit mir.
Ich versuche den Umschlag zu beschwichtigen und vor allem mich selbst. Für einige Sekunden ist es dann ganz still, bis der Sturm wieder fahrt aufnimmt. Schubartig und unkontrolierbar.
Was macht dieser Brief hier? Ich drehe mich im kreis noch schneller drehen sich die Gedanken. Dieser Brief ist hier! einfach so! und wo bist du!
S. schaut jetzt angestrengt herüber, der ton des Fernsehers ist kaum noch zu hören und wird immer leiser. Er schiebt trocken eine Frage herüber: Irgendwas los?
Brief nuschel ich und drehe mich um.
Meine Stimme schwankt zwischen Hysterie und sterbender schwan.
Ich erkläre dem Umschlag warum er unmöglich hier sein kann, niemals hier sein sollte, dass er hier falsch ist.
Wenn mich die anderen Superhelden jetzt so sehen würden, oder die Schurken oder du!
So ein Brief ist Anstrengender als sich das die Verfasser vorstellen können, er raubt dem Empfänger nicht nur sämtliche Kräfte sondern auch den Verstand. Sie lassen die Stärksten Helden zu Autoscootern werden.
Ich sinke resignierend in den Sessel zurück. Kraftlos. Regungslos. Vielleicht ist es ja gar nicht das was ich denke, Vielleicht war einfach keine Zeit da, oder ICH war nicht da. Vielleicht reagiere ich nur über und es ist gar nicht so schlimm. Der Brief weiß mehr. Ich spiele alle Möglichkeiten durch die mir in den Sinn kommen könnten, aber, meine Gedanken sind so beweglich wie eine Fliege in einem Topf voll Grießbrei.
Was willst du?!
Ich rede jetzt verstört auf den Umschlag ein, versuche ihm etwas zu entlocken, halte Ihn gegen das Fenster. Der Umschlag ist zu Dick. Du kannst doch nicht einfach hier gewesen sein! Dafür!
Was wenn du den Brief einfach aufmachst? Tönt es Altklug herüber.
Ich kann doch nicht einfach den Brief aufmachen zischele ich hysterisch.
Ich könnte den Brief aufmachen sagt S. neugierig von seiner Couch. Wenn ich einen Brieföffner bräuchte hätte ich einen Assi wie Batman raune ich.
Ich bin Superman sage ich und knittere unsicher an dem Briefumschlag herum.
Aber wem mache ich hier was vor?
Worauf wartest du noch?
Ja , worauf?
...wenn er erstmal auf ist, ist alles aus...
Ich kann doch nicht einfach den Brief aufmachen zischele ich hysterisch.
Ich könnte den Brief aufmachen sagt S. neugierig von seiner Couch. Wenn ich einen Brieföffner bräuchte hätte ich einen Assi wie Batman raune ich.
Ich bin Superman sage ich und knittere unsicher an dem Briefumschlag herum.
Aber wem mache ich hier was vor?
Worauf wartest du noch?
Ja , worauf?
...wenn er erstmal auf ist, ist alles aus...
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Monday, May 25, 2009
Die andere Dimension(Demo)
Warum haben Frauen eine derart innige Beziehung zu Badezimmern fragt sich der Autor heute aus gegebenen Anlass.
Ich habe es eilig, denn ich treffe mich eigentlich schon vor 10 min mit dem Freund S. und flitze durch die Wohnung. Noch mal schnell ins Bad denke ich und Ich komme gerade noch rechtzeitig um mit anzusehen wie sich die Tür schließt und der Riegel klakt. Und ich weiß es wird mich Stunden kosten.
Ich lebe nicht allein. ich teile meine Wohnung mit einem weiteren Menschen und dieser Mensch ist zufällig eine Frau. Jeden Morgen fast nun, stehe ich wartend an der Badezimmertür, drehe meine Bahnen im Flur und raune in die Teppichknoten. Ich höre Wasserfälle auf der anderen Seite plätschern und klappern und dann wieder lange Pausen in denen rein gar nichts zu hören ist. Manchmal habe ich den Eindruck auf der anderen Seite befindet sich eine ganz andere Welt, als die die mir geboten wird im Badezimmer. Ja es hört sich an wie eine art Centerparks in der eigenen Wohnung ein Freizeitpark der für Stunden Unterhaltung bietet.
Dann bleibe ich abrupt vor der Tür stehen und frage und wundere mich und bleibe doch ratlos, ob dieses Phänomens.
Das Frauen regelrechte Badezimmerbesetzer sind weiß Mann längst, aber warum Sie das tun und vorallen was Sie da tun das weiß Mann nicht. Ist der Aufenthalt allein für den Aufhübschungs-Prozess nötig oder gibt es da noch mehr?
Was also mache ich falsch? muss ich den Türgriff in bestimmter reihenfolge wild umherkreisen und dann öffnet sich die richtige Pforte, ein ganz anderer Raum, ähnlich wie also in der Geschichte „the last continent“ von Terry Prachet in der ein Fenster im Badezimmer das Portal auf eine tropische Insel ist. Ein Paradies, unberührt und ohne sorgen, Bis die Putzfrau das Klemmholz aus dem Fenster nimmt und das Portal schließt. Den Rückweg unauffindbar macht.
Oder liegt es lediglich daran, dass Frauen und Männer so unterschiedlich Herangehensweisen und Sichtweisen haben. Sehen Frauen also das Badezimmer nur anders als ich und ziehen daraus ihren nutzen? Der Mann im funktionellen gefangen, unfähig das Badezimmer als etwas anderes zusehen als die praktische Einrichtung, als die es entworfen wurde und mit den Gedanken schon längst bei Sportschau und ob der FC die Meisterschaft noch holt. Unfähig die Wonnen auch nur zu erahnen die dieser so unterschätze Raum doch bietet, während Frau sich einfach hingeben kann dieser Insel, die Beine ausstrecken und Schaumschlösser bauen.
Kommt daher vielleicht die Abneigung vieler Frauen und auch Freundinnen das Badezimmer mit dem Mann zu teilen, aus Furcht all die Möglichkeiten und Geheimnisse preiszugeben?
Auf jeden Fall aber treten Frauen sichtlich erholter aus der Tür vom Badezimmer zurück ins Leben, wirken frischer und fröhlicher als die meisten männlichen Gegenteile. Aber das tun sie ja sowieso.
Ich habe es eilig, denn ich treffe mich eigentlich schon vor 10 min mit dem Freund S. und flitze durch die Wohnung. Noch mal schnell ins Bad denke ich und Ich komme gerade noch rechtzeitig um mit anzusehen wie sich die Tür schließt und der Riegel klakt. Und ich weiß es wird mich Stunden kosten.
Ich lebe nicht allein. ich teile meine Wohnung mit einem weiteren Menschen und dieser Mensch ist zufällig eine Frau. Jeden Morgen fast nun, stehe ich wartend an der Badezimmertür, drehe meine Bahnen im Flur und raune in die Teppichknoten. Ich höre Wasserfälle auf der anderen Seite plätschern und klappern und dann wieder lange Pausen in denen rein gar nichts zu hören ist. Manchmal habe ich den Eindruck auf der anderen Seite befindet sich eine ganz andere Welt, als die die mir geboten wird im Badezimmer. Ja es hört sich an wie eine art Centerparks in der eigenen Wohnung ein Freizeitpark der für Stunden Unterhaltung bietet.
Dann bleibe ich abrupt vor der Tür stehen und frage und wundere mich und bleibe doch ratlos, ob dieses Phänomens.
Das Frauen regelrechte Badezimmerbesetzer sind weiß Mann längst, aber warum Sie das tun und vorallen was Sie da tun das weiß Mann nicht. Ist der Aufenthalt allein für den Aufhübschungs-Prozess nötig oder gibt es da noch mehr?
Was also mache ich falsch? muss ich den Türgriff in bestimmter reihenfolge wild umherkreisen und dann öffnet sich die richtige Pforte, ein ganz anderer Raum, ähnlich wie also in der Geschichte „the last continent“ von Terry Prachet in der ein Fenster im Badezimmer das Portal auf eine tropische Insel ist. Ein Paradies, unberührt und ohne sorgen, Bis die Putzfrau das Klemmholz aus dem Fenster nimmt und das Portal schließt. Den Rückweg unauffindbar macht.
Oder liegt es lediglich daran, dass Frauen und Männer so unterschiedlich Herangehensweisen und Sichtweisen haben. Sehen Frauen also das Badezimmer nur anders als ich und ziehen daraus ihren nutzen? Der Mann im funktionellen gefangen, unfähig das Badezimmer als etwas anderes zusehen als die praktische Einrichtung, als die es entworfen wurde und mit den Gedanken schon längst bei Sportschau und ob der FC die Meisterschaft noch holt. Unfähig die Wonnen auch nur zu erahnen die dieser so unterschätze Raum doch bietet, während Frau sich einfach hingeben kann dieser Insel, die Beine ausstrecken und Schaumschlösser bauen.
Kommt daher vielleicht die Abneigung vieler Frauen und auch Freundinnen das Badezimmer mit dem Mann zu teilen, aus Furcht all die Möglichkeiten und Geheimnisse preiszugeben?
Auf jeden Fall aber treten Frauen sichtlich erholter aus der Tür vom Badezimmer zurück ins Leben, wirken frischer und fröhlicher als die meisten männlichen Gegenteile. Aber das tun sie ja sowieso.
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Tuesday, May 12, 2009
Hörst du mich? Ich liebe dich!
Ich bin schon ein schöner Held, das S flattert ausgedehnt und lose auf der Brust, zu schmal ist diese längst geworden, und auch habe ich schon lange niemanden mehr gerettet, ich kann ja nicht einmal mich selbst retten. Wie sollte ich dann dich retten, ja Dich, die du nicht gerettet werden willst, wie ich so lange glaubte.
Mit deinen großen leuchtenden Augen, die mir so früh schon zuhause waren und deinen süßen Worten, die jeden zum Helden machen können. Aber du hast längst vergessen was du zu mir sagtest damals.
Und so war ich immer bereit, die ganze Zeit und oft zur Stelle, ungefragt und nicht gerufen, um zu retten wo doch nichts zu retten ist.
Denn immer öfter hast du mich weggeschickt, wie einen Störenfried zur Seite geschoben, mich vertröstet auf einen anderen Tag. Und auch dann noch war ich zur Stelle, unsicher und zunehmend ratlos, aber bereit. Bereit dich zu retten, Dein Herz und auch das Meine.
Das du keine Rettung nötig hast und auch keine wolltest, sehe ich erst jetzt, als ich den blauen Anzug abgelegt habe, zum ersten mal in all der Zeit, und das stille weiß der Sonne in den Augen brennt, so nah am Wasser.
Der Brief, so undeutlich und voller Liebe, der jetzt so tief im Eis erfriert, ist genau wie du, so fern und voller Furcht.
Wozu taugt ein Held der nicht retten kann, nicht das einzige vermag was doch seine alleinige Bestimmung scheint…? Kann er dann noch Held sein? Oder ist er längst gefallen?
Nun warte ich also nicht mehr, warte nicht gierig und gespannt auf einen neuen Tag, um vor dir zu stehen und endlich richtig zu sein, bereit dass du in meine arme sinkst. Bereit vielleicht ein Stück mit dir zu fliegen und einige Geschichten zu erzählen, über meine kleine Welt. Denn das willst du nicht. Willst mich nicht als Deinen Helden. Und auch sonst nicht.
Weil hier kein Held in Blau auf dich wartet, sondern nur ich...
Mit deinen großen leuchtenden Augen, die mir so früh schon zuhause waren und deinen süßen Worten, die jeden zum Helden machen können. Aber du hast längst vergessen was du zu mir sagtest damals.
Und so war ich immer bereit, die ganze Zeit und oft zur Stelle, ungefragt und nicht gerufen, um zu retten wo doch nichts zu retten ist.
Denn immer öfter hast du mich weggeschickt, wie einen Störenfried zur Seite geschoben, mich vertröstet auf einen anderen Tag. Und auch dann noch war ich zur Stelle, unsicher und zunehmend ratlos, aber bereit. Bereit dich zu retten, Dein Herz und auch das Meine.
Das du keine Rettung nötig hast und auch keine wolltest, sehe ich erst jetzt, als ich den blauen Anzug abgelegt habe, zum ersten mal in all der Zeit, und das stille weiß der Sonne in den Augen brennt, so nah am Wasser.
Der Brief, so undeutlich und voller Liebe, der jetzt so tief im Eis erfriert, ist genau wie du, so fern und voller Furcht.
Wozu taugt ein Held der nicht retten kann, nicht das einzige vermag was doch seine alleinige Bestimmung scheint…? Kann er dann noch Held sein? Oder ist er längst gefallen?
Nun warte ich also nicht mehr, warte nicht gierig und gespannt auf einen neuen Tag, um vor dir zu stehen und endlich richtig zu sein, bereit dass du in meine arme sinkst. Bereit vielleicht ein Stück mit dir zu fliegen und einige Geschichten zu erzählen, über meine kleine Welt. Denn das willst du nicht. Willst mich nicht als Deinen Helden. Und auch sonst nicht.
Weil hier kein Held in Blau auf dich wartet, sondern nur ich...
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Monday, May 11, 2009
Das Beste kommt noch 2
Heute wollen wir mal etwas neues versuchen. In ermangelung an neuen frischen und spritzigen Texten gibt es aufgewährmtes und Demoware zu erlesen.
Das ist nun also der erste Versuch. PS: Komentare sind übrigens immer noch unten einzugeben, da hat sich nix geändert. Irgendwie wird das je gern vergessen.(warum nur?)
Der Text
Der Park ist voller als erwartet. Samstag Nachmittag in Berlin. Mauerpark. Alle bis 35 liegen in der Sonne , während die darüber schon wieder über die Hitze maulen, so ist das , man kann es halt nicht allen recht Machen. Freund S. ist gut gelaunt, denn eigentlich sollten wir schon längst großflächige Wände mit bunter Farbe tränken. Stattdessen tränken wir unsere Kehlen mit Pilsener. Augustiner wäre schöner(is klar,is klar), aber Mann kann es sich ja auch so schön machen. Wir machen das und machen nix, außer unterhaltsamen Geschwätz wie an einem Sonntag Abend am Tresen einer guten Berliner Spelunke, einer der Sorte wo noch gutes Seemannsgarn gesponnen wird und das Steuerrat eines Bootes, tschuldigung Schiffes über der Theke tront. An einem Ort also wo die Politik, und die Fragen unserer Zeit auf Antworten treffen. Wir sehen zu, dass das bierchen nicht zu warm wird, das mag es nämlich gar nicht und wie ein Kind versucht das Vehikel des S. auseinander zunehmen, während die Mutter die höchstens ende zwanzig ist entschuldigend lächelt. mit dem Lächeln kann sie aber auch alles. Von solchen Mutties hört man ja sonst nur, während man nie daran glaubt, aber heute scheint alles möglich. Sogar die Haare an S’s linken Bein wachsen wider nach.
S. ist etwas unruhig, er ahnt es wird auf Ihn zurückfallen das wir viel zu spät sind. Er wird Recht behalten.
In der Wohnung ist dann das größte Problem die Farbe an die wand zu kriegen, und Krieg ist hier das richtige Stichwort denn wir hämmern die Farbe an die Wand. Genau genommen das Blau, tschuldigung kobalt Blau. Eine Technik die Anne Kathrin entwickelt hat, und die als die einzig brauchbare erscheint. Mit AK bin ich jetzt zusammen für die Küche zuständig, das heißt ich habe mich zur Verfügung gestellt , die Wände sind überall schwanger von dilentantisch angebrachten Zierputz , der sich wie Krätze durch die Wohnung hangelt. Mit einer attraktiven Mitgestalterin die Farbe in die Wand zu stampfen ist alle mal ein Anreiz, auch wenn die Ablenkung hier und da schon zu kuriosen Farbflecken reicht, aber es ist ja nicht meine Küche.
Irgendwann sind wir fertig und die Küche sieht aus wie eine von Streuseln überzoge Schlumpftorte die jemand an die Wand geklatscht an. Wir sind zufrieden und nach einigen necken und Konversation wer der bessere Streicher ist widmen wir uns dem nächsten Zimmer. Ja, niemand ist jetzt vor unserer Streichfähigkeit sicher.
Diese kurven sind schon Neugier erweckend denke ich so als ich das Grün in dem gelbe Flecke schwimmen über meinem kopf balanciere. Und ich ertappe mich dabei alles zu mustern. Die Schlabberhose lässt ein darunter liegendes Tattoo erahnen und sieht leider sehr sexy aus, genau wie das Shirt das aufgrund seiner schlampigen Haltung viel Fantasie zulässt.
Ich mache dann leider irgendwann den Fehler ihr Tattoo etwas plump auszusprechen, also zum Thema machen zu wollen. Anstatt einfach zu Fragen. Sie pariert das gekonnt. Das Thema ist beendet.
So was kann man aber auch nicht einfach so unüberlegt anbringen, das muss sich ergeben, da muss auch erstmal das zwischenmenschliche reif sein, das passt nicht überall rein. Alles so nah an der eigenen haut ist doch zutiefst intim.
Die Konversation geht dann leider etwas müde weiter, wobei das meiste aus „sag mal was“ oder suggestiv fragen besteht, die ich schon aus kreativlosigkeit der Fragestellung nicht beantworten möchte. Sag mal was gehört übrigens zu dem übelsten um jemanden eine Unterhaltung zu entlocken. Und so fließt eins zum anderen, die Unterhaltung schläft irgendwie ein, oder besser sie versagt in Ratlosigkeit der Teilnehmer.
Irgendwann ist dann die ganze Buzze fertig die wände mit mehreren schichten bunt überlagert und zum glück ist es jetzt zu dunkel um klar sagen zu können ob das ganze ein erfolg war. Wir stehen also bewundern und zustimmend herum und klopfen uns selbst auf die Schulter. Ak lädt mich zu Bier ein, diesmal gibt es dann auch dass Augustiner(juhuu). Das lokal hat den Charme einer ostdeutschen Schulmensa Mitte der siebziger Jahre. Das Bier schmeckt trotzdem, besonders bei dem Ausblick. Irgendwie bin ich jetzt auch müde und AK will leider immer noch eine menge wissen. Ich muss mich hier Poesiealbumfragen und Aufbaufragen des Kaliebers „hast du Geschwister“ und „wie sind die Namen deiner Geschwister“ oder „machst du Sport“ und „was für Sport“ erwähren. Aber es ist sehr nett und die Fragerei macht mir nicht allzu viel aus im Moment.
Bald darauf sitzen wir schon in einem weiteren lokal das ein wenig so aussieht wie ich mir den Partykeller eines Försters vorstelle, die Tische sind Baumstümpfe und die Möbel zerschlissen. Alles umringt von Regalen mit Ramsch. Ich versuche mich zu Erinnern, ob nicht vielleicht sogar Geweihe an den Wänden prangten. Der Förster ist ein Gut gelaunter Syrer der scheinbar erst vor kurzem aufgestanden ist. Es gibt wider Bier und diesmal ein Brettspiel dazu. Mensch ärgere dich nicht. Der Klassiker(aber mit Glücksfeld) . Das Glücksfeld in das Spiel einzubinden mit den Glücksfeldregeln meiner Kindheit ist der Höhepunkt des Abends und erheitert AK zu meiner Freude sehr und zum Glück ist Sie genauso schlecht in diesem Spiel wie ich. Das macht Sie dann noch mal sympathischer und liebenswürdiger als ohnehin schon.
Ak sprüht vor Elan und guter Laune und ist Wortgewand und Schlagfertig und leider ist Sie schön.
So ein Mädchen könnte mir gefallen...
Das ist nun also der erste Versuch. PS: Komentare sind übrigens immer noch unten einzugeben, da hat sich nix geändert. Irgendwie wird das je gern vergessen.(warum nur?)
Der Text
Der Park ist voller als erwartet. Samstag Nachmittag in Berlin. Mauerpark. Alle bis 35 liegen in der Sonne , während die darüber schon wieder über die Hitze maulen, so ist das , man kann es halt nicht allen recht Machen. Freund S. ist gut gelaunt, denn eigentlich sollten wir schon längst großflächige Wände mit bunter Farbe tränken. Stattdessen tränken wir unsere Kehlen mit Pilsener. Augustiner wäre schöner(is klar,is klar), aber Mann kann es sich ja auch so schön machen. Wir machen das und machen nix, außer unterhaltsamen Geschwätz wie an einem Sonntag Abend am Tresen einer guten Berliner Spelunke, einer der Sorte wo noch gutes Seemannsgarn gesponnen wird und das Steuerrat eines Bootes, tschuldigung Schiffes über der Theke tront. An einem Ort also wo die Politik, und die Fragen unserer Zeit auf Antworten treffen. Wir sehen zu, dass das bierchen nicht zu warm wird, das mag es nämlich gar nicht und wie ein Kind versucht das Vehikel des S. auseinander zunehmen, während die Mutter die höchstens ende zwanzig ist entschuldigend lächelt. mit dem Lächeln kann sie aber auch alles. Von solchen Mutties hört man ja sonst nur, während man nie daran glaubt, aber heute scheint alles möglich. Sogar die Haare an S’s linken Bein wachsen wider nach.
S. ist etwas unruhig, er ahnt es wird auf Ihn zurückfallen das wir viel zu spät sind. Er wird Recht behalten.
In der Wohnung ist dann das größte Problem die Farbe an die wand zu kriegen, und Krieg ist hier das richtige Stichwort denn wir hämmern die Farbe an die Wand. Genau genommen das Blau, tschuldigung kobalt Blau. Eine Technik die Anne Kathrin entwickelt hat, und die als die einzig brauchbare erscheint. Mit AK bin ich jetzt zusammen für die Küche zuständig, das heißt ich habe mich zur Verfügung gestellt , die Wände sind überall schwanger von dilentantisch angebrachten Zierputz , der sich wie Krätze durch die Wohnung hangelt. Mit einer attraktiven Mitgestalterin die Farbe in die Wand zu stampfen ist alle mal ein Anreiz, auch wenn die Ablenkung hier und da schon zu kuriosen Farbflecken reicht, aber es ist ja nicht meine Küche.
Irgendwann sind wir fertig und die Küche sieht aus wie eine von Streuseln überzoge Schlumpftorte die jemand an die Wand geklatscht an. Wir sind zufrieden und nach einigen necken und Konversation wer der bessere Streicher ist widmen wir uns dem nächsten Zimmer. Ja, niemand ist jetzt vor unserer Streichfähigkeit sicher.
Diese kurven sind schon Neugier erweckend denke ich so als ich das Grün in dem gelbe Flecke schwimmen über meinem kopf balanciere. Und ich ertappe mich dabei alles zu mustern. Die Schlabberhose lässt ein darunter liegendes Tattoo erahnen und sieht leider sehr sexy aus, genau wie das Shirt das aufgrund seiner schlampigen Haltung viel Fantasie zulässt.
Ich mache dann leider irgendwann den Fehler ihr Tattoo etwas plump auszusprechen, also zum Thema machen zu wollen. Anstatt einfach zu Fragen. Sie pariert das gekonnt. Das Thema ist beendet.
So was kann man aber auch nicht einfach so unüberlegt anbringen, das muss sich ergeben, da muss auch erstmal das zwischenmenschliche reif sein, das passt nicht überall rein. Alles so nah an der eigenen haut ist doch zutiefst intim.
Die Konversation geht dann leider etwas müde weiter, wobei das meiste aus „sag mal was“ oder suggestiv fragen besteht, die ich schon aus kreativlosigkeit der Fragestellung nicht beantworten möchte. Sag mal was gehört übrigens zu dem übelsten um jemanden eine Unterhaltung zu entlocken. Und so fließt eins zum anderen, die Unterhaltung schläft irgendwie ein, oder besser sie versagt in Ratlosigkeit der Teilnehmer.
Irgendwann ist dann die ganze Buzze fertig die wände mit mehreren schichten bunt überlagert und zum glück ist es jetzt zu dunkel um klar sagen zu können ob das ganze ein erfolg war. Wir stehen also bewundern und zustimmend herum und klopfen uns selbst auf die Schulter. Ak lädt mich zu Bier ein, diesmal gibt es dann auch dass Augustiner(juhuu). Das lokal hat den Charme einer ostdeutschen Schulmensa Mitte der siebziger Jahre. Das Bier schmeckt trotzdem, besonders bei dem Ausblick. Irgendwie bin ich jetzt auch müde und AK will leider immer noch eine menge wissen. Ich muss mich hier Poesiealbumfragen und Aufbaufragen des Kaliebers „hast du Geschwister“ und „wie sind die Namen deiner Geschwister“ oder „machst du Sport“ und „was für Sport“ erwähren. Aber es ist sehr nett und die Fragerei macht mir nicht allzu viel aus im Moment.
Bald darauf sitzen wir schon in einem weiteren lokal das ein wenig so aussieht wie ich mir den Partykeller eines Försters vorstelle, die Tische sind Baumstümpfe und die Möbel zerschlissen. Alles umringt von Regalen mit Ramsch. Ich versuche mich zu Erinnern, ob nicht vielleicht sogar Geweihe an den Wänden prangten. Der Förster ist ein Gut gelaunter Syrer der scheinbar erst vor kurzem aufgestanden ist. Es gibt wider Bier und diesmal ein Brettspiel dazu. Mensch ärgere dich nicht. Der Klassiker(aber mit Glücksfeld) . Das Glücksfeld in das Spiel einzubinden mit den Glücksfeldregeln meiner Kindheit ist der Höhepunkt des Abends und erheitert AK zu meiner Freude sehr und zum Glück ist Sie genauso schlecht in diesem Spiel wie ich. Das macht Sie dann noch mal sympathischer und liebenswürdiger als ohnehin schon.
Ak sprüht vor Elan und guter Laune und ist Wortgewand und Schlagfertig und leider ist Sie schön.
So ein Mädchen könnte mir gefallen...
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Thursday, February 26, 2009
Helden in der Krise
Manchmal fühle ich mich müde. müde die Welt zu retten, müde vom Herumfliegen, müde jeden morgen in den blauen Anzug zu steigen. Dann möchte ich einfach liegen bleiben und nicht mehr an die Welt da draußen denken, die mir so fremd ist und doch immer nach mir verlangt. dann möchte ich auch kein Superheld mehr sein, dann möchte thailändische gebackene Enten über das Internet bestellen und diese gleich im Bett essen(auf weißer Bettwäsche, wo auch sonst).
Aber ich muss hinaus, hinaus nach draußen, hinaus in den Supermarkt, hinaus und hinein in das weißgraue Büro. Der Blick schleift über den Boden und ich schleiche durch die Straßen vorbei an allem und der Splitt knartzt unter den Schuhen. Der weg ist immer der Selbe und auch sonnst ist immer alles gleich, Weißgrau.
Die Unglücke der Welt sind längst viel zu groß für mich geworden denke ich. Das schwarze loch unter Frankfurt und anders wo, kann nicht mit Superheldenkraft gestopft werden, es breitet sich weiter aus und irgendwann wird es überall sein und auch hier und sonnst nichts mehr da. So eine Krise ist das Schlimmste für die menschliche Psyche. Kein wahrnehmbarer Gegner, sondern düstere Bedrohung, von der man nicht weiß, ob sie einen konkret ereilt, wann, wo, in welcher Form. Da hilft auch kein alles durchdringender blick und auch keine enorme Schnelligkeit oder Superatem und schon gar keine Unverwundbarkeit. Das alles taugt dann nur als Jahrmarktattraktion.
Ich denke, daß es wohl bald keine Superhelden mehr geben wird: Sie werden taxi fahren, Fleyer verteilen und auf Kindergeburtstagen auftretten müssen und Luftbalontiere basteln.
Ich habe mich jetzt zu einem kurs angemeldet für Meditation. Dort, so heißt es, wird der innere Kern wieder in Balance gebracht und die Wiederstandsfähigkeit in Stresssituationen geschult. Ich sitze auf dem Boden eines kargen weißen Raumes und blicke nach innen. Es ist sehr finster.
Bei der Entspannungstechnik gehe es darum, zweimal täglich 20 Minuten im Sitzen möglichst alle Gedanken auszuschalten, anstrengungslos sein Bewusstsein zu erfahren und sich befreit zu fühlen. Das versuche ich jetzt seit einer halben woche. Aber nichts. Ich fühle mich verbrauchter und antriebsloser als zuvor und frage mich ob nicht vielleicht das wieder anschalten vergessen wurde. Von Bewusstsein keine spur und die Gedanken werden zu McFlurry, zerdreht und ohne Zusammenhang. Also genau wie dieser text hier. Ich denke ich sollte einfach mal verreisen. Die Antarktis wäre doch schön....
Das ist natürlich jetzt auch unfair. Der erste text seit einigen halbgaren Jahreswendebemerkungen und dann gleich direkt die unterste Schublade ausmüllen.
So geht das ja auch nicht!
Ps: wer einen hübschen 1970er Dodge Challenger R/T 440 mit Schaltgetriebe findet kann diesen gerne an mich verschenken.
Aber ich muss hinaus, hinaus nach draußen, hinaus in den Supermarkt, hinaus und hinein in das weißgraue Büro. Der Blick schleift über den Boden und ich schleiche durch die Straßen vorbei an allem und der Splitt knartzt unter den Schuhen. Der weg ist immer der Selbe und auch sonnst ist immer alles gleich, Weißgrau.
Die Unglücke der Welt sind längst viel zu groß für mich geworden denke ich. Das schwarze loch unter Frankfurt und anders wo, kann nicht mit Superheldenkraft gestopft werden, es breitet sich weiter aus und irgendwann wird es überall sein und auch hier und sonnst nichts mehr da. So eine Krise ist das Schlimmste für die menschliche Psyche. Kein wahrnehmbarer Gegner, sondern düstere Bedrohung, von der man nicht weiß, ob sie einen konkret ereilt, wann, wo, in welcher Form. Da hilft auch kein alles durchdringender blick und auch keine enorme Schnelligkeit oder Superatem und schon gar keine Unverwundbarkeit. Das alles taugt dann nur als Jahrmarktattraktion.
Ich denke, daß es wohl bald keine Superhelden mehr geben wird: Sie werden taxi fahren, Fleyer verteilen und auf Kindergeburtstagen auftretten müssen und Luftbalontiere basteln.
Ich habe mich jetzt zu einem kurs angemeldet für Meditation. Dort, so heißt es, wird der innere Kern wieder in Balance gebracht und die Wiederstandsfähigkeit in Stresssituationen geschult. Ich sitze auf dem Boden eines kargen weißen Raumes und blicke nach innen. Es ist sehr finster.
Bei der Entspannungstechnik gehe es darum, zweimal täglich 20 Minuten im Sitzen möglichst alle Gedanken auszuschalten, anstrengungslos sein Bewusstsein zu erfahren und sich befreit zu fühlen. Das versuche ich jetzt seit einer halben woche. Aber nichts. Ich fühle mich verbrauchter und antriebsloser als zuvor und frage mich ob nicht vielleicht das wieder anschalten vergessen wurde. Von Bewusstsein keine spur und die Gedanken werden zu McFlurry, zerdreht und ohne Zusammenhang. Also genau wie dieser text hier. Ich denke ich sollte einfach mal verreisen. Die Antarktis wäre doch schön....
Das ist natürlich jetzt auch unfair. Der erste text seit einigen halbgaren Jahreswendebemerkungen und dann gleich direkt die unterste Schublade ausmüllen.
So geht das ja auch nicht!
Ps: wer einen hübschen 1970er Dodge Challenger R/T 440 mit Schaltgetriebe findet kann diesen gerne an mich verschenken.
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Wednesday, February 25, 2009
Das neue Jahr halt also angefangen, und endet jetzt auf eine 9
Das muss nichts heißen und muss ja an und für sich auch nicht so schlecht sein und auch sieht es soweit erkennbar nicht viel schlechter aus als das alte (bis jetzt), vielleicht ein bisschen weißer und sonniger und für mich persönlich mit einem netten lächeln verziert. Könnte also sogar besser werden!
Manchmal hat man ja die Befürchtung so etwas gibt es nicht mehr, dass die Menschen ein für alle mal und jetzt aber endgültig das Lachen verloren und abgeschafft haben, besonders B ist ja so eine Stadt welcher dies gern nachgetragen wird. Najanu, die Erfinder der Freundlichkeit eben.
Bereits die ersten Sekunden dieses neuen Jahres haben mich mit einem schönen niedlichen Lächeln begrüßt ja empfangen und eingelullt und gern hätte ich die Lippen dazu geküsst. Aber so leicht ist das nicht, denn auch so ein neues Jahr will erobert werden.
Viele lassen sich auch breittreten zu irgendwelchen wirren Vorsätzen, mit dem Rauchen aufhören ist ja da regelrecht der Klassiker jedes Jahr aufs Neue. So was haben Ich dieses Jahr lustigerweise auch, aber eher so unter der Hand und nicht so ausufernd Banal.
Eine derartige Zielgebung ist ja für viele Mensche geradezu essenziell, damit sie überhaupt eine klare Richtung haben und nach Ablauf des Jahres nicht wie kopflose Hühner in das neue geraten wie verlassene Kinder in einem Supermarkt. Und die, die das Jahr so lustlos beginnen wie sie das andere Verlassen haben. Krise sei dank. Eine schlechte Nachricht jagt die Nächste. Da könnte man direkt bis 2010 durchschlafen.
Aber ich habe viel vor und schon lange genug geschlafen. Guten Morgen. Lass dich Küssen.
Das muss nichts heißen und muss ja an und für sich auch nicht so schlecht sein und auch sieht es soweit erkennbar nicht viel schlechter aus als das alte (bis jetzt), vielleicht ein bisschen weißer und sonniger und für mich persönlich mit einem netten lächeln verziert. Könnte also sogar besser werden!
Manchmal hat man ja die Befürchtung so etwas gibt es nicht mehr, dass die Menschen ein für alle mal und jetzt aber endgültig das Lachen verloren und abgeschafft haben, besonders B ist ja so eine Stadt welcher dies gern nachgetragen wird. Najanu, die Erfinder der Freundlichkeit eben.
Bereits die ersten Sekunden dieses neuen Jahres haben mich mit einem schönen niedlichen Lächeln begrüßt ja empfangen und eingelullt und gern hätte ich die Lippen dazu geküsst. Aber so leicht ist das nicht, denn auch so ein neues Jahr will erobert werden.
Viele lassen sich auch breittreten zu irgendwelchen wirren Vorsätzen, mit dem Rauchen aufhören ist ja da regelrecht der Klassiker jedes Jahr aufs Neue. So was haben Ich dieses Jahr lustigerweise auch, aber eher so unter der Hand und nicht so ausufernd Banal.
Eine derartige Zielgebung ist ja für viele Mensche geradezu essenziell, damit sie überhaupt eine klare Richtung haben und nach Ablauf des Jahres nicht wie kopflose Hühner in das neue geraten wie verlassene Kinder in einem Supermarkt. Und die, die das Jahr so lustlos beginnen wie sie das andere Verlassen haben. Krise sei dank. Eine schlechte Nachricht jagt die Nächste. Da könnte man direkt bis 2010 durchschlafen.
Aber ich habe viel vor und schon lange genug geschlafen. Guten Morgen. Lass dich Küssen.
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Monday, January 5, 2009
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