Die andere Dimension(Demo)

Warum haben Frauen eine derart innige Beziehung zu Badezimmern fragt sich der Autor heute aus gegebenen Anlass.

Ich habe es eilig, denn ich treffe mich eigentlich schon vor 10 min mit dem Freund S. und flitze durch die Wohnung. Noch mal schnell ins Bad denke ich und Ich komme gerade noch rechtzeitig um mit anzusehen wie sich die Tür schließt und der Riegel klakt. Und ich weiß es wird mich Stunden kosten.

Ich lebe nicht allein. ich teile meine Wohnung mit einem weiteren Menschen und dieser Mensch ist zufällig eine Frau. Jeden Morgen fast nun, stehe ich wartend an der Badezimmertür, drehe meine Bahnen im Flur und raune in die Teppichknoten. Ich höre Wasserfälle auf der anderen Seite plätschern und klappern und dann wieder lange Pausen in denen rein gar nichts zu hören ist. Manchmal habe ich den Eindruck auf der anderen Seite befindet sich eine ganz andere Welt, als die die mir geboten wird im Badezimmer. Ja es hört sich an wie eine art Centerparks in der eigenen Wohnung ein Freizeitpark der für Stunden Unterhaltung bietet.

Dann bleibe ich abrupt vor der Tür stehen und frage und wundere mich und bleibe doch ratlos, ob dieses Phänomens.

Das Frauen regelrechte Badezimmerbesetzer sind weiß Mann längst, aber warum Sie das tun und vorallen was Sie da tun das weiß Mann nicht. Ist der Aufenthalt allein für den Aufhübschungs-Prozess nötig oder gibt es da noch mehr?

Was also mache ich falsch? muss ich den Türgriff in bestimmter reihenfolge wild umherkreisen und dann öffnet sich die richtige Pforte, ein ganz anderer Raum, ähnlich wie also in der Geschichte „the last continent“ von Terry Prachet in der ein Fenster im Badezimmer das Portal auf eine tropische Insel ist. Ein Paradies, unberührt und ohne sorgen, Bis die Putzfrau das Klemmholz aus dem Fenster nimmt und das Portal schließt. Den Rückweg unauffindbar macht.

Oder liegt es lediglich daran, dass Frauen und Männer so unterschiedlich Herangehensweisen und Sichtweisen haben. Sehen Frauen also das Badezimmer nur anders als ich und ziehen daraus ihren nutzen? Der Mann im funktionellen gefangen, unfähig das Badezimmer als etwas anderes zusehen als die praktische Einrichtung, als die es entworfen wurde und mit den Gedanken schon längst bei Sportschau und ob der FC die Meisterschaft noch holt. Unfähig die Wonnen auch nur zu erahnen die dieser so unterschätze Raum doch bietet, während Frau sich einfach hingeben kann dieser Insel, die Beine ausstrecken und Schaumschlösser bauen.

Kommt daher vielleicht die Abneigung vieler Frauen und auch Freundinnen das Badezimmer mit dem Mann zu teilen, aus Furcht all die Möglichkeiten und Geheimnisse preiszugeben?

Auf jeden Fall aber treten Frauen sichtlich erholter aus der Tür vom Badezimmer zurück ins Leben, wirken frischer und fröhlicher als die meisten männlichen Gegenteile. Aber das tun sie ja sowieso.

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